Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks
Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks
 

Die LAK erstattet Berufsbildung

Die als gemeinsame Einrichtung der Tarifvertragsparteien errichtete Lohnausgleichskasse für das Dachdeckerhandwerk (LAK) hat die Aufgabe, die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von Ausbildungsplätzen und die Durchführung einer qualifizierten, den besonderen Anforderungen des Handwerkszweiges gerecht werdenden Berufsbildung im Dachdeckerhandwerk dadurch zu sichern, dass sie die Ausbildungskosten nach Maßgabe der nachfolgenden Förderungsregelung erstattet. Die Arbeitgeber haben die dazu erforderlichen Mittel durch einen Beitrag (s. Beitragssätze) aufzubringen und an die Lohnausgleichskasse abzuführen.
 
Die Förderung der Berufsbildung durch die Lohnausgleichskasse stellt sich wie folgt dar:
   
Indirekte Förderung der Ausbildungsbetriebe

Die LAK erstattet dem anerkannten Träger der überbetrieblichen Unterweisungsstätte die Kosten für jeden Auszubildenden pro Ausbildungstagewerk (Pauschalbetrag). Zusätzlich werden bei internatsmäßiger Unterbringung die Kosten für Kost und Logis (Pauschalbetrag) erstattet.
 
 
Direkte Förderung der Ausbildungsbetriebe 

1.
Die LAK erstattet dem Ausbildungsbetrieb nach vollständiger Absolvierung eines Ausbildungsjahres die an den Auszubildenden ausgezahlten Ausbildungsvergütungen, wenn eine angemessene Ausbildungsvergütung im Sinne des § 17 Berufsbildungsgesetz gezahlt wird. Die Erstattungsleistung der LAK erfolgt bis zu einem Betrag, der dem Fünffachen der für das erste, dem Dreifachen für das zweite und dem Einfachen für das dritte Ausbildungsjahr tariflich vereinbarten monatlichen Ausbildungsvergütung entspricht.

Bei einem Wechsel des Ausbildungsbetriebes erfolgt die Erstattung anteilig an den im jeweiligen Ausbildungsjahr zuletzt ausbildenden Betrieb. Werden dem Auszubildenden aufgrund einer schulischen oder vorherigen Berufsausbildung Ausbildungszeiten angerechnet, erstattet die LAK den für das erste und zweite Ausbildungsjahr vorgesehenen Erstattungsbetrag.

 
2. 
Die LAK erstattet dem Ausbildungsbetrieb nach Ablauf des ersten Gesellenjahres einen Betrag in Höhe eines Monatslohnes (169 Stunden), wenn der Ausbildungsbetrieb mit einem bei ihm ausgebildeten Auszubildenden unmittelbar nach bestandener Gesellenprüfung ein Arbeitsverhältnis für mindestens 12 Monate abschließt und der ehemalige Auszubildende für mindestens 12 Monate als Geselle in Vollzeit tätig ist.

Der Erstattungsbetrag errechnet sich auf Basis des in diesem Zeitraum nachweislich unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen gezahlten individuellen Stundenlohnes. Die Erstattungszahlung wird zum 30. September fällig, es sei denn, die zwölfmonatige Beschäftigung ist erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt, dann zu diesem.  

 
 

 
Weitere Informationen zu den Anspruchsvoraussetzungen, zum
Erstattungsverfahren sowie zu den Abwicklungsmodalitäten finden Sie im Downloadbereich!
 
 



 

 
 
 
Verantwortlich:
Lohnausgleichskasse für das Dachdeckerhandwerk
 
 
 
 
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